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02. April 2025

„Breznsamstag“ im Lesachtal

Ein typisch Lesachtaler Brauch vor Ostern ist das Brezntragen.

Ben Strasser bringt Leni Meßner - beide aus St. Lorenzen - Brezn. Am Karsamstag wird er dafür von Leni mit Eiern belohnt. Fotos: Kubin

Jede Region hat so ihre ureigenen Bräuche – und das nicht nur zur Osterzeit. Den Lesachtaler Brauch des Brezentragens erklärte letzten Samstag Vize-Bgm. Gerald Kubin auf „Radio Kärnten“. Brezen spielen am sogenannten „Brezensamstag“, also dem 3. Samstag vor Ostern im Lesachtal eine besondere Rolle. Diese werden – mit roten Schleifen versehen – an die Haustür von jungen Frauen und Mädchen gehängt. „Dabei handelt es sich um einen Brauch, den schon vor vielen Jahrzehnten im Lesachatal junge Männer genützt haben, um ihren angebeteten jungen Frauen ihre Aufwartung zu machen“, erklärt Gerald Kubin. Noch heute sind viele Lesachtaler am Brezensamstag auf den Beinen und kommen den alten Brauch nach, der sich für die Jünglinge am Karsamstag schließlich bezahlt machen wird: „Am Karsamstag haben die Frauen die Möglichkeit, die Liebesgeste zu erwidern, denn dann werden die Eier ‚abgetrieben‘, so heißt das hier bei uns. Denn am Ostersamstag braucht man Eier zum ‚turtschen‘“. Das Eierturtschn (mancherorts auch Eierpecken) findet in der Kirchgasse nach dem Karsamstags Gottesdienst statt. „Je mehr Brezen eine Frau bekommen hat, desto mehr Eier muss sie dem Werber dann am Ostersamstag zurückgeben“, erzählt Kubin. Und Brezen werden einige gebraucht im Lesachtal. 1.500 handgemachte Brezen werden bei Bäckermeister Josef Obererlacher aus Obertilliach vorbestellt. Jung und Alt beteiligen sich gerne an diesem Osterbrauch...