Betrügerische SMS, Fake-Mails und falsche Gewinnversprechen sorgen immer wieder für zahlreiche Opfer im Internet.
Heute, am 10. Feber, findet europaweit bereits zum 23. Mal der Safer Internet Day statt. Ziel dieses Aktionstages ist es, auf Gefahren im digitalen Raum aufmerksam zu machen und die Medienkompetenz zu stärken. Aus diesem Anlass warnt die Arbeiterkammer Tirol aktuell vor einer neuen Welle von Online-Betrugsfällen.
Laut Arbeiterkammer kursieren derzeit wieder zahlreiche betrügerische SMS und E-Mails, die gezielt die Verunsicherung der Empfängerinnen und Empfänger ausnutzen. Besonders häufig werden Nachrichten verschickt, die angeblich von Banken stammen. Ein aktuelles Beispiel sind Mitteilungen mit dem irreführenden Absendernamen „Raiffensen“. Darin wird behauptet, der Zugang zum Konto sei gesperrt und müsse dringend über einen beigefügten Link bestätigt werden. Ziel dieser Masche ist es, sensible persönliche Daten oder Kontoinformationen abzugreifen.
Parallel dazu tauchen weiterhin klassische Betrugsnachrichten auf, etwa von angeblichen Milliardenerbinnen oder Millionengewinnern, die hohe Geldbeträge verschenken wollen. Die Arbeiterkammer rät in allen Fällen dringend davon ab, Links in solchen Nachrichten anzuklicken oder auf die Inhalte zu reagieren.
Im Rahmen des Safer Internet Day hat die Arbeiterkammer auch mehrere Tipps zum sicheren Umgang mit Smartphone und Internet zusammengestellt. Ein zentraler Punkt betrifft Apps: Viele Anwendungen greifen im Hintergrund auf Kamera, Mikrofon oder Standort zu und sammeln Daten, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer das bemerken. Empfohlen wird daher, nur wirklich notwendige Apps zu installieren, nicht mehr genutzte regelmäßig zu löschen und App-Berechtigungen möglichst einzuschränken.
Auch bei App Stores und In-App-Käufen ist Vorsicht geboten. Unbedachte Klicks können rasch zu hohen Kosten führen. Um finanzielle Überraschungen zu vermeiden, sollten Zahlungsdaten nicht gespeichert und In-App-Käufe möglichst gleich deaktiviert werden.
Zunehmend werden außerdem Handynummern für Betrugsversuche, Spam oder kostenpflichtige Abos missbraucht. Die Empfehlung lautet deshalb, die eigene Telefonnummer nur dann anzugeben, wenn sie tatsächlich notwendig ist.
Ein weiteres großes Problem sind betrügerische Online-Shops. Diese wirken oft professionell, liefern aber minderwertige Ware oder gar nichts. Vor einer Bestellung rät die Arbeiterkammer dazu, den Namen des Shops gemeinsam mit dem Wort „Erfahrungen“ zu suchen, das Impressum zu prüfen und auf Bewertungen anderer Kundinnen und Kunden zu achten. Fehlen klare Kontaktangaben, gilt im Zweifel: besser nicht bestellen.
Zusammengefasst gelten im Internet drei goldene Regeln: Niemand verschenkt einfach Geld oder wertvolle Preise. Wer persönliche Daten verlangt, verfolgt immer einen bestimmten Zweck. Und wirklich sicher sind nur jene Daten, die gar nicht erst bekannt gegeben werden.