Für den Alpenverein wird es immer schwieriger, geeignete Wirtsleute für Schutzhütten zu finden. Falsche Vorstellungen, hohe Anforderungen und Gästeansprüche sorgen für Herausforderungen.
Die Anforderungen in der Bewirtschaftung von Schutzhütten steigen. Es gibt laut dem Österreichischen Alpenverein zwar ausreichend Bewerbungen, der Großteil bringt aber nicht die richtigen Voraussetzungen mit.
Ein Viertel gibt nach einer Saison bereits wieder auf
Für 2025 waren 17 alpine Schutzhütten in den Sektionen des ÖAV zur Pacht ausgeschrieben, nach nur einer Saison stehen fünf davon erneut ohne Wirtsleute da. Die Anforderungen im Betrieb einer Hütte steigen, wer eine Schutzhütte betreiben will, muss ein Allroundtalent sein, sagt Carolin Scharfenstein von der ÖAV-Abteilung Hütten und Wege. Neben Gastronomieerfahrung geht es auch um technische und handwerkliche Fähigkeiten und den Umgang mit Gästen und MitarbeiterInnen.
Unterstützung für angehende PächterInnen und für Sektionen
Der Alpenverein will einerseits angehende PächterInnen mit Schulungen unterstützen und bietet auch Hilfe für die Sektionen bei der Suche nach neuen WirtInnen an. Oft sind auch kreative Lösungen gefragt, damit ein Hüttenbetrieb nicht eingestellt werden muss, bestätigt Scharfenstein.
PächterInnen für elf ÖAV-Hütten gesucht
Auf der Homepage des österreichischen Alpenvereins sind derzeit 11 Hütten zur Pacht ausgeschrieben, darunter die Lienzer Hütte in Osttirol, die Oberwalder Hütte in Heiligenblut und das Fraganter Schutzhaus in Flattach. Für die Sillianer Hütte konnte für die nächste Sommersaison bereits ein neuer Pächter gefunden werden.