Mit deutlicher Mehrheit haben die Tiroler Schützen eine Öffnung ihres traditionellen Rollenbildes abgelehnt. Frauen dürfen auch künftig nicht als Gewehrschützinnen ausrücken.
Mit einem klaren Votum haben sich die Mitglieder des Bund der Tiroler Schützenkompanien gegen eine Öffnung des traditionellen Rollenbildes ausgesprochen. In einer geheimen Briefwahl stimmten 86,96 Prozent der Wahlberechtigten dafür, Frauen weiterhin nicht als Gewehrschützinnen bei offiziellen Ausrückungen zuzulassen. Die Wahlbeteiligung lag bei bemerkenswerten 92,86 Prozent. 299 der 322 Wahlberechtigten stimmten ab.
"Vollwertige Mitglieder"
Auslöser der Abstimmung waren zwei Anträge aus dem Tiroler Oberland, die eine Zulassung von Frauen mit Gewehr gefordert hatten. In der Folge setzte der Verband einen mehrmonatigen Meinungsbildungsprozess in Gang. In allen vier Schützenvierteln fanden Diskussionsveranstaltungen statt, bei denen Argumente ausgetauscht und neun Thesen als Entscheidungsgrundlage erarbeitet wurden. Ziel sei es gewesen, eine breite innerverbandliche Basis für die Entscheidung zu schaffen. Landeskommandant Thomas Saurer sagt: „Grundsätzlich ist hervorzuheben: In der Diskussion um Frauen im Tiroler Schützenwesen geht es nicht um Fragen der Gleichberechtigung. Vereinsrechtlich sind unsere weiblichen Mitglieder vollwertige Mitglieder und können sämtliche Funktionen bis hin zur Obfrau bekleiden. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage des Erscheinungsbildes. Die Diskussion über Rollen und Ämter im Tiroler Schützenwesen ist somit keine Frage von Wert oder Fähigkeit, sondern eine Frage von Aufgaben, Formen und Sinnbildern."
Liebe Männer, die Waffen der Frauen sind von Gott uns Frauen alleine gegeben und die teilen wir mit Euch Männern (auch) nicht!