Spittal erweiterte mit betreuten Wohnplätzen und einer Trainingswohnung das Wohnangebot für junge Mensch mit Behinderung.
„Selbstbestimmung ist ein Recht, das für alle Menschen gelten muss. Dazu gehört auch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie und wo man leben möchte“, sagte LR Marika Lagger-Pöllinger bei der Eröffnung des Wohnverbunds der Diakonie de La Tour in Spittal. Neu geschaffen wurden vier neue teilbetreute Wohnplätze und eine Trainingswohnung. Der neue Wohnverbund ist Teil einer Wohnanlage der Neuen Heimat mit insgesamt 32 Wohneinheiten. Das Land Kärnten unterstützte das Projekt mit rund sechs Mio Euro aus der Wohnbauförderung und finanziert die Betreuungs- und Assistenzleistungen aus dem Budget für Chancengleichheit.
Ziel: Eigenständigkeit
Das Besondere am Wohnverbund ist sein abgestuftes Betreuungskonzept. In den bestehenden Wohngemeinschaften wird eine umfassende Betreuung gewährleistet, während die Bewohnerinnen und Bewohner der teilbetreuten Wohngemeinschaft ihren Tagesablauf bereits weitgehend eigenständig organisieren. Sie erhalten Unterstützung beispielsweise bei der Haushaltsführung, bei organisatorischen Aufgaben oder bei der Freizeitgestaltung. In der Trainingswohnung können sie schließlich das eigenständige Wohnen mit bedarfsgerechter Assistenz erproben. Das langfristige Ziel ist der Übergang in eine eigene Wohnung ohne Unterstützungsbedarf. Bereits im März 2023 wurden am Standort in der 10.-Oktober-Straße acht vollbetreute Wohnplätze für Menschen mit Behinderung in Betrieb genommen. Mit den nun eröffneten Angeboten wurde der Wohnverbund weiterentwickelt. Betreiberin der Einrichtung ist die Diakonie de La Tour.