In Lienz hat die Initiative LKoS ihre Kritik an der geplanten 380-kV-Stromfreileitung durch Kärnten und Osttirol bekräftigt. Die Gegner der geplanten Stromtrasse und fordern unter anderem mehr Transparenz.
In Lienz hat der Verein LKoS am Dienstag über seine Initiative gegen den geplanten Bau der 380-kV-Stromfreileitung durch Kärnten und Osttirol informiert. Das Projekt von Austrian Power Grid und Kärntner Netz GmbH befindet sich derzeit noch in der Planungsphase, in der bereits Gutachten, Prüfungen und Gespräche laufen. Die Initiative kritisiert den bisherigen Planungsprozess und sieht weiterhin zahlreiche offene Fragen. Unter anderem warnt der Verein vor möglichen Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Landschaftsbild.
Auch den künftig erwarteten Energiebedarf stellt die Initiative infrage und verweist auf mögliche Alternativen zur geplanten Leitung. Für die kommenden Monate kündigte der Verein eine Bürgerbefragung in den betroffenen Regionen an. Dabei hofft man auch auf eine stärkere Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden. Zudem präsentierte die Initiative ein Schreiben an den Rechnungshof Österreich, das insgesamt 27 Fragen zum Planungsprozess enthält. Damit will der Verein nach eigenen Angaben mehr Transparenz über die Entscheidungsgrundlagen und den bisherigen Ablauf des Projekts erreichen.