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30. Juli 2026

Eine Alm ist kein Streichelzoo

Land Tirol und Landwirtschaftskammer machen auf wichtige Regeln bei der Begegnung mit Weidetieren auf Almen aufmerksam. Hinweistafeln beachten und das Verhalten der Tiere richtig einschätzen!

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Eine Alm ist kein Streichelzoo
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Mit Hinweistafeln machen Landwirte auf Weideflächen und Weidetiere aufmerksam. Bitte die Hinweise beachten. Foto: Stangl

Eine Alm ist kein Streichelzoo und eine Kuh kein Selfie-Partner, darauf machen Land Tirol und Landwirtschaftskammer aufmerksam. Die Almweide-Saison und auch die Wandersaison sind voll angelaufen, und niemand will, dass es zu Zwischenfällen und Konflikten mit Weidetieren kommt.

Almen sind Kulturgut und wichtiger Teil der Berglandwirtschaft

In Tirol werden rund 2.000 Almen landwirtschaftlich genutzt. Mehr als 100.000 Rinder und über 60.000 Schafe sind im Sommer auf der Alm, dazu kommen noch weitere Weidetiere wie Pferde und Ziegen.

Tierverhalten kennenlernen und Warntafeln beachten

In ganz Österreich wurden im letzten Jahr 14 Menschen bei Begegnungen mit Weidetieren verletzt, eine Person starb. Auch in Osttirol ist heuer eine Frau bei einem Angriff durch eine Kuhherde getötet worden, ihr Mann wurde schwer verletzt. Jeder Unfall ist einer zu viel, betont die Landwirtschaftskammer und ruft wie jedes Jahr wieder zu Vorsicht und Respekt vor Weidetieren auf. Durch Änderungen in der Tierhaltung ändert sich auch das Verhalten der Tiere Menschen gegenüber:

  • Mutterkühe schützen ihre Kälber konsequent und reagieren bei vermeintlicher Gefahr besonders aufmerksam.
  • Jungtiere zeigen sich häufig neugierig und nähern sich Menschen eher an.
  • Milchkühe sind den Kontakt mit Menschen zwar gewohnt, dennoch sollte auch ihnen mit Respekt und ausreichend Abstand begegnet werden.

Übersicht der 10 wichtigsten Verhaltenstipps für den sicheren Umgang mit Weidetieren

  1. Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
  2. Weidevieh nicht erschrecken!
  3. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden – Hunde werden von den Tieren häufig als Bedrohung wahrgenommen.
  4. Hunde an der kurzen Leine halten, immer unter Kontrolle haben und bei einem Angriff sofort ableinen!
  5. Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
  6. Wenn ein Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
  7. Bei Herannahen von Weidevieh: ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen! Nähert sich ein Weidetier, gilt es zudem, ruhig zu bleiben und direkten Blickkontakt zu vermeiden.
  8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
  9. Zäune sind zu beachten! Vorhandene Tore sind zum Betreten und Verlassen der Weide zu benutzen und anschließend wieder sorgfältig zu schließen. Dadurch wird sowohl die Sicherheit der Wandernden als auch jene der Tiere erhöht.
  10. Den arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt begegnen!

Alle Verhaltensregeln finden Sie hier: www.sichere-almen.at

 

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