Die Delegation aus Lienz beschäftigte sich in Jackson mit Tourismus, Nachhaltigkeit, Natur, Wildtieren und kommunaler Entwicklung auf beiden Seiten.
Eine Delegation der Stadt Lienz hat von 16. bis 24. September die Partnerstadt Jackson im US-Bundesstaat Wyoming besucht. Zuvor nahm die Delegation in Washington, D.C. an der Eröffnung der Ausstellung „Alpine Ambitions. How Austrians shaped American Ski Culture“ teil. Im Mittelpunkt steht dabei auch der gebürtige Lienzer und Ski-Olympiasieger Josef „Pepi“ Stiegler, der seit den 1960er-Jahren die Entwicklung des Skisports in Jackson prägte.
In Jackson standen zahlreiche Fachgespräche und Besichtigungen auf dem Programm, unter anderem zu Tourismus, Nachhaltigkeit, Kultur und kommunaler Entwicklung. Dabei wurden auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Lienz und Jackson thematisiert, etwa bei der nachhaltigen Stadtentwicklung und dem Umgang mit Natur und Wildtieren. Begleitet wurde die Delegation unter anderem von Historiker Martin Kofler und Nationalpark-Ranger Matthias Mühlburger. Die Städtepartnerschaft zwischen Lienz und Jackson besteht seit 45 Jahren und geht auf die Initiative von Pepi Stiegler zurück.
Mit einer Gegeneinladung nach Lienz soll der Austausch nun fortgesetzt und die Partnerschaft mit neuen gemeinsamen Projekten weiterentwickelt werden.
Die Reise war zuvor auch Thema in der Lienzer Gemeindepolitik, nachdem es Diskussionen über die Informationspolitik und das dafür vorgesehene Budget von 60.000 Euro gegeben hatte. Insgesamt hatte die Reise in die Cowboystadt laut Bürgermeisterin Elisabeth Blanik schließlich rund 19.000 Euro gekostet.