Der ÖGB fordert eine Trendwende am Wohnungsmarkt und verlangt politische Maßnahmen gegen steigende Wohn- und Mietkosten.
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) Tirol und die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) sehen dringenden Handlungsbedarf am Wohnungsmarkt und fordern politische Maßnahmen für leistbares Wohnen. Bei einem Pressetermin in Lienz verwiesen die Gewerkschaftsvertreter auf stark steigende Wohn- und Mietkosten sowie hohe Kaufpreise für Eigentumswohnungen. Die geschäftsführende ÖGB-Landesvorsitzende Sonja Föger-Kalchschmied betonte, dass die Herausforderungen sowohl in Nord- als auch in Osttirol gleichermaßen spürbar seien.
Im Rahmen der Präsentation eines Positionspapiers sprach sich der ÖGB für eine stärkere Mobilisierung von brachliegendem Bauland aus. Laut ÖGB-Rechtsschutzexperte Benjamin Plach könnten Gemeinden bereits auf Grundlage der bestehenden Rechtslage mehr Flächen für den sozialen Wohnbau verfügbar machen. Auch eine verstärkte Regionalvergabe von Wohnraum wurde als wichtiger Ansatz genannt. Insgesamt fordert der ÖGB eine politische Trendwende, damit Wohnen wieder leistbar wird und für alle Generationen zugänglich bleibt.