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21. April 2026, Boris Knorr

Widerstand gegen 220-kV Leitung

Gegenwehr bis zum Europäischen Gerichtshof - Der Verein Osttirol Natur kündigt rechtliche Schritte gegen 220-kV Leitung an

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Widerstand gegen 220-kV Leitung
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Gemeinsam dagegen. Viel Unterstützung für den Verein Osttirol Natur

Der Widerstand gegen den geplanten 220KV-Leitungsausbau der Austrian Power Grid geht in die nächste Runde. Der Verein Osttirol Natur kündigt an, wenn nötig bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen. Am Montag informierte der Verein im Tourismusbüro in Lienz über das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Projekt „Südverbindung Lienz“.

Der Verein erfährt derzeit breite Unterstützung. Als offiziell anerkannte Umweltorganisation verfügt Osttirol Natur über Parteistellung und damit über das Recht, im laufenden Verfahren rechtlich gegen das Projekt vorzugehen. Im Zentrum der Kritik steht der geplante Ausbau einer 220-kV-Freileitung, die nach Ansicht des Vereins einen massiven Eingriff in das Landschaftsbild des Lienzer Talbodens sowie im Gemeindegebiet von Obertilliach darstellen würde.

Kritik an Umweltverträglichkeitsprüfung

Auch die Gemeinde Obertilliach schließt sich der Beschwerde an, verfügt jedoch selbst über kein eigene Parteienstellung im Verfahren. Diese wurde ebenso dem Tourismusverband Osttirol aberkannt, ein Einspruch wurde bereits eingelegt. .

Kritik gibt es zudem am Ablauf der Umweltverträglichkeitsprüfung. Raumplaner Robert Unglaub sieht vor allem den Alternativenvergleich seitens der APG als unzureichend. Aus seiner Sicht fehle ein realistischer und nachvollziehbarer Vergleich zwischen einer Erdverkabelung und der eingereichten Freileitungstrasse.

Rechtlich offene Fragen

Auch rechtlich ortet der Verein offene Fragen. So werde unter anderem der konkrete Verwendungszweck der Leitung hinterfragt. Vertreter von Osttirol Natur äußern Zweifel daran, ob die neue Verbindung in erster Linie der regionalen Versorgung diene oder vielmehr dem internationalen Stromhandel.

Seitens der APG weist man die Kritik zurück. Man habe ein Projekt für eine Freileitung eingereicht, und dieses sei auch genehmigt worden. Aus heutiger Sicht gebe es keinen Anlass für Änderungen. Zudem handle es sich bei der Südverbindung Lienz weder um eine reine Export- noch um eine Importleitung. Die Stromflüsse im europäischen Verbundsystem seien physikalisch wechselnd und nicht eindeutig einzelnen Ländern zuzuordnen.

Allianz gegen Leitungsbau

Der weitere Verlauf des Verfahrens bleibt damit offen. Fest steht jedoch, dass der Verein Osttirol Natur auf die Unterstützung einer breiten Allianz zählen kann, darunter auch politische Vertreterinnen und Vertreter aus der Region.

Als mögliches Vorbild für eine Erdverlegung verweist der Verein unter anderem auf entsprechende Stromleitungsprojekte in Italien. Einen Beitrag zum Thema gibt es ab Donnerstag auch im neuen Osttiroler Boten (Printausgabe).

Kommentare

Keine Kommentare
  • Silvie
    Die Osttiroler sind gegen alles. Strom wollen sie alle haben, aber keine Windräder usw. Dem Herrn Theurl ins Stammbuch geschrieben, schau einmal wie der Wald ausschaut. Deswegen bleibt der Tourismus auch nicht aus.
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  • DasalteFossil
    Wenn endlich in Osttirol Windräder stehen, fallen die Strommasten nicht mehr auf.
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    • Gegi
      Und man könnte sogar auf die Masten vielleicht Windräder montieren….
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  • Ojemine
    Wer ein bisschen technisches Verständnis hat versteht, das es zu einer Freileitung keine Alternative gibt.
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    • Blacky
      Dann klären Sie uns auf, warum das hier technisch nicht anders möglich sein soll und andererorts offensichtlich sehr wohl schon?
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      • Ojemine
        Nennen Sie Beispiele, wo es in Österreich möglich war.
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        • Ojemine
          Das war keine Gegenfrage sondern eine Aufforderung, wer sinnerfassend lesen kann ist klar im Vorteil. Warum gleich gehässig werden nur weil die Argumente fehlen.
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        • Blacky
          Ich glaube nicht, dass in Südtirol zum Beispiel andere Naturgesetze herrschen.

          Es würde mich ehrlich interessieren (weil ich keine Expertise habe), wenn aber nur eine Gegenfrage als Antwort kommt, muss ich leider befürchten, dass Ihre Expertise zum technischen Verständnis ähnlich gut ist wie die zur deutschen Rechtschreibung.
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