Agens und Leopold Dichtl vulgo "Krienhuber" von der Merschenalm haben diese Auszeichnung bekommen.
Die Merschenalm liegt auf 2.250 Metern Seehöhe bei Virgen. Agnes ist seit 7 Jahren Sennerin und versorgt rund 50 Rinder, darunter Milchkühe, Kälber und Galtvieh, sowie auch Ziegen.
Almauf- und –Abtrieb ohne Fahrzeuge
Bis zum letzten Jahr hatte die Alm keinen Zufahrtsweg. Der traditionelle Almauf- und –Abtrieb mit dem Vieh war deshalb nur zu Fuß ohne Fahrzeuge möglich – ein seltener Brauch. Agnes und Leopold bekommen von ihren 5 Kindern und von Leopolds Geschwistern immer wieder tatkräftige Unterstützung bei der Bewirtschaftung der Merschenalm.
Direktvermarktung
Heuer verbrachten Agnes, Leopold und ihre jüngste Tochter Leonie rund 3 Monate auf der Alm. Sennerin Agnes melkt täglich ca. 15 Kühe und macht aus dieser Milch ua. Butter, Schotten, Topfen, Joghurt, Buttermilch und Graukäse. Diese Produkte werden auch gleich direkt verkauft.
Traditionelle Handarbeit
Rund um die Almhütte bei Virgen wird ca. 1 Hektar Bergwiese bewirtschaftet. Viele Tätigkeiten werden noch traditionell gemacht. Das Mähgut wird zum Trocknen auf Harpfen aufgehängt, bevor das Heu mit geflochtenen Körben in den Stadl getragen wird. Auf dem „Madle“ wird der Mist mit Schubkarren, Gabel und Rechen ausgebracht und verteilt.
Gratulation
Eine Jury mit VertreterInnen der Grundbesitzer und der Nationalparkverwaltung hatte sich aus insgesamt 13 Bewerbungen für Agnes und Leopold Dichtl von der Merschenalm entschieden. Florian Jurgeit, Direktor des Tiroler Teils des Nationalparks, Vertreter des Tiroler Nationalpark-Kuratoriums und Virgens Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler konnten der Familie vor Ort auf der Alm herzlich zur Auszeichnung gratulieren.