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23. September 2026

Alpine Schutzgebiete vernetzten sich in Osttirol

Rund 60 Expertinnen und Experten aus 6 Alpenländern haben sich in Matrei über gemeinsame Strategien für Naturschutz ausgetauscht. Im Fokus standen u.a. Biodiversität und die Folgen des Klimawandels.

Rast beim „Auge Gottes“ auf dem Weg zum Gletschervorfeld des Schlatenkeeses, Foto: NPHT_Jurgeit

Beim ALPARC-Sommerevent „TOGETHER for the ALPS“ kamen Mitte September Akteurinnen und Akteure alpiner Schutzgebiete, Forschende sowie Partner aus Naturschutz und Regionalentwicklung in Matrei zusammen. Organisiert wurde die viertägige Veranstaltung vom Netzwerk alpiner Schutzgebiete ALPARC gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern Tirol.

Bei Exkursionen ins Ködnitztal, nach Innergschlöss und zum Gletschervorfeld des Schlatenkeeses konnten die Teilnehmenden konkrete Naturschutzprojekte vor Ort kennenlernen. Ein Schwerpunkt war auch der Umgang mit dem steigenden Nutzungsdruck auf sensible Bergregionen.

Neues Projekt zu eisfreien Gletscherflächen

Mit dem Start des Interreg-AlpineSpace-Projekts „AfterAlpineIce“ wurde zudem ein neues internationales Vorhaben vorgestellt. Zwölf Partner aus sechs Alpenländern wollen untersuchen, wie neu entstehende, eisfreie Flächen geschützt und gemanagt werden können. Erste Untersuchungen in Osttirol zeigen, dass sich auf frisch eisfreiem Boden bereits innerhalb von fünf Jahren bis zu fünf Blütenpflanzenarten ansiedeln können.

Die Tagung stand außerdem im Zeichen des 30-jährigen Bestehens von ALPARC. Der internationale Austausch soll künftig gemeinsame Standards beim Monitoring der alpinen Artenvielfalt fördern und neue Projekte im Natur- und Klimaschutz ermöglichen.

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