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03. Juli 2026

Das Interview mit dem neuen Nationalpark-Direktor

Florian Jurgeit ist Direktor des Nationalparks Hohe Tauern Tirol. Der gebürtige Nordtiroler und nunmehrige Oberlienzer spricht im Interview über Einsparungen, die Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern und den Tourismus.

Florian Jurgeit ist in seinem neuen Job angekommen. Foto: NPHT

Sie sind seit 1. Feber Nationalpark-Direktor. Was ist seitdem passiert?
Ich bin ja schon seit 22 Jahren in der Nationalparkverwaltung. Aber ich habe mich neu orientieren und auch umstellen müssen. Gleichzeitig habe ich versucht, gerade mit unseren wichtigen Partnern in der Region Kontakt aufzunehmen. Die laufenden Projekte in Forschung, Infrastruktur, Besucherangeboten und anderen Bereichen waren schon im Vorjahr geplant. Da konnten wir ein paar schöne Dinge umsetzen, etwa den Inklusionslehrweg.

Auf welche Herausforderungen sind Sie gestoßen?
Schwierig sind aktuell die Budgetkürzungen. Wir sind nun schon in der Budgetplanung für das Folgejahr und müssen schauen: Was sind die wesentlichen Dinge, die wir umsetzen müssen und können? Was ist weniger wichtig? 

Das heißt, der Nationalpark muss auch sparen?
Ja. Wir haben seit Jahrzehnten ein nicht wertangepasstes Budget. Dieses hat sich seit den 1990er-Jahren fast nicht verändert. Jetzt kommt beim Landesbudget noch eine Kürzung von 18 Prozent dazu. Da müssen wir entsprechend sparen.

Wie gelingt der Betrieb ohne Qualitätsverlust?
Wir haben aber das Glück, dass wir Sponsoren haben. In diese Richtung müssen und werden wir uns stärker bemühen. Zusätzlich versuchen wir Finanzierungen aus EU-Programmen wie interreg etc. mit Partnern zu lukrieren.

Inwiefern ist der Nationalpark für Unternehmen interessant?
Oft gibt es das Vorurteil des Greenwashings – aber das stimmt nicht. Wenn man die Unternehmen und die Menschen dahinter kennt, sieht man, dass es vielen wirklich um Werte geht. Rewe (mit Ja!natürlich) ist zum Beispiel seit Jahrzehnten ein wichtiger Sponsor – da geht es stark um den Naturschutz und nachhaltige Landwirtschaft. Auch Swarovski war über Gernot Langes Mitgründer des Sponsorenvereins. Wenn man mit den Leuten spricht, merkt man, dass sie wirklich die Vision haben, etwas Gutes zu bewirken.

Ohne Sponsoren würde es also nicht gehen?
Wir können Projekte umsetzen, die sonst vielleicht nicht möglich wären. 

Wir haben mit ihm auch über möglichen "Overtourism" am Großglockner, über Skepsis gegenüber dem NPHT und über die Zusammenarbeit mit der Landespolitik gesprochen. Das gesamte Interview finden Sie ind er aktuellen Print-Ausgabe.

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