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02. Juli 2026

Letzte Eisverbindung könnte bald brechen

ÖAV: Die Pasterze steht laut Experten kurz vor dem Verlust ihrer letzten Eisverbindung und einem historischen Umbruch.

Die letzte Eisverbindung über den Hufeisenbruch zur Pasterzenzunge 2023. Foto: ÖAV/Anna Praxmarer

Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher am Großglockner, steht nach Einschätzung von Gletschermessdienst des Alpenvereins, Nationalpark Hohe Tauern und GeoSphere Austria kurz vor dem vollständigen Abriss ihrer letzten Eisverbindung.

Nur noch ein schmaler Eissteg verbindet die beinahe 4 Kilometer lange Gletscherzunge mit dem oberen Pasterzenboden, der sich bei anhaltend hohen Temperaturen in den kommenden Monaten auflösen könnte. Fachleute sehen darin den letzten Schritt eines seit Jahrzehnten andauernden massiven Gletscherrückgangs, der sich besonders seit 1980 deutlich beschleunigt hat.

Im Mittel verliert die Pasterze rund ein Meter Wasseräquivalent pro Jahr, zuletzt sogar mehr als 1,2 Meter, was den starken Massenverlust eindrücklich belegt, so der Alpenverein. Die Gletscherzunge selbst sank laut Messdaten zuletzt um mehrere Meter ab und verlor Millionen Kubikmeter Eis. Sollte die Verbindung endgültig abbrechen, wäre die Pasterze nicht mehr der größte Gletscher Österreichs, diese Rolle würde der Gepatschferner in Tirol übernehmen.

Der Nationalpark Hohe Tauern und der Alpenverein sehen in der Entwicklung zugleich einen deutlichen Weckruf für konsequenten Klimaschutz und den Schutz alpiner Lebensräume.

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