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11. März 2026

Prof. Jos Pirkner ist tot

Prof. Jos Pirkner verstarb im Alter von 98 Jahren. Der Osttiroler war Maler, Architekt und Bildhauer. Seine Werke erlangten in aller Welt Bekanntheit.

Jos Pirkner war einer der herausragendsten österreichischen Künstler. Foto: Brunner Images

Jos Pirkner war ein Macher. Nichtstun konnte er – auch im hohen Alter – nicht. Jos Pirkner, geboren in Sillian, besuchte die Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe in Graz, wo er in der Fachklasse für Gold- und Silberschmiede bei Georg Sieder studierte und seine Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. Weitere Impulse erhielt er als Privatschüler des Bildhauers Rudolf Reinhart in Salzburg, der ihn besonders mit der Metallplastik vertraut machte. Früh zog es Pirkner ins Ausland. Er ging in die Niederlande, arbeitete mit der renommierten Gold- und Silberbildhauerwerkstatt Atelier Brom und besuchte die Freie Akademie in Utrecht. In dieser Zeit eröffnete er auch ein eigenes Atelier. Mit Skulpturen aus Silber, Bronze oder Glas gelang ihm der internationale Durchbruch – seine Arbeiten wurden in Europa und den USA gezeigt. Insgesamt verbrachte Pirkner mehr als 25 Jahre in den Niederlanden, wo er 1966 seine Joke heiratete. 

1978 kehrte er nach Osttirol zurück, kurz nach der Geburt seines Sohnes Gidi. Seitdem lebte und arbeitete er in Tristach. Seine Skulpturen zeigen kraftvolle, oft bewegte Körper und greifen häufig Themen aus Mythologie, Religion oder dem menschlichen Dasein auf.

Sein wohl bekanntestes Projekt ist jenes, das er für seinen guten Freund Dietrich Mateschitz umsetzte – das Red Bull Headquarter samt den "Bullen von Fuschl". Die fulminanten Plastiken sorgten weltweit für Aufsehen. Er war auch jener Künstler, der die Malerei auf dem Toro Rosso Formel 1 Boliden malte. Doch Pirkner war auch immer jemand, der sich als gläubig bezeichnete. Er gestaltete gemeinsam mit seiner Frau die Kapelle des WPH Lienz. Im Jahr 2018 erhielt er in Salzburg den Silvesterorden, eine dir höchsten Auszeichnungen, welche die katholische Kirche zu vergeben hat. Die Kunst war sein Gebet.

Wie Jos Pirkner verabschiedet wird, steht noch nicht fest.

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