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21. Mai 2026

In Obervellach fährt bald der „Lindwurm Express“

Die „Tschu-Tschu-Bahn“ kennt man ja schon aus dem Pöllertal, wo sie sich als Attraktion etabliert hat. Eine Mölltaler Version einer Erlebnisbahn ist nun in Planung: der „Lindwurm Express Mölltal“. Einen Probebetrieb in Obervellach, Flattach und Reißeck soll es heuer noch geben, einen Regelbetrieb im kommenden Jahr.

So wird der Lindwurm Express aussehen. Foto: TVB Mölltal

Man kennt sie als treibende Kraft hinter den Kunstwänden in und rund um Obervellach – „Aktrice“ Edith Lesnk vom „KunstRaum Obervellach“. Nun steht sie mit einem engagierten Team hinter einem neuen Projekt: einen Bummelzug, der im Sommer seien Probebetrieb aufnehmen soll. „Wir haben 2023 mit den Kunstwänden angefangen und aus dem Urlaub habe ich die Idee mitgebracht, diese sichtbarer zu machen“, erzählt Lesnik. Mit dem Busunternehmen HPV-Verkehrsbetriebe von Herbert Peitler war dann auch gleich ein begeisterter Partner gefunden, diese Idee umzusetzen. Mittlerweile sind vier Gemeinden an Bord, neben Obervellach auch Mallnitz, Reißeck und Flattach. „Das Projekt wurde größer, als wir zuerst geplant haben“, meint die Mölltaler Künstlerin, die mit ihren Mitstreitern, darunter Angelika und Jan Staats sowie der Chefin des TVB Mölltal, Gerhild Hartweger und den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden, gerade dabei ist dem „Lindwurm Express“ den letzten Schliff zu verpassen.

An Kunst und Sehenswürdigkeiten vorbei

Der „Lindwurm Express“ soll dabei mehr sein, als „nur“ ein Transportmittel für Gäste. Er soll die Region, ihre Kultur und Sehenswürdigkeiten sowie die Geschichte allen zugänglich machen – und zwar mittels on-board Audio-Guides, über die man so manches Interessante über die zwölf Stationen während der Fahrt erfahren kann. „Eine Reise durch Mythos, Zeit und Kreativität“, verspricht Lesnik. Der „Lindwurm Express“ – oder auch kurz „Lindi“ – ist thematisch dem sagenumwobenen Lindwurm angelehnt, der in Mallnitz geschlüpft und von Wassermassen mitgerissen, in Klagenfurt gelandet sein soll. Die Route des „Lindi“ führt an historischen Punkten vorbei: Burgen, römische Handelswege, Goldbergbau, etc. Eine Station beschreibt die Möll als Transportstraße für die Holzflößerei, die Bahn macht Halt am Motorikpark mit Klettergarten, führt durch das historische Ortszentrum von Obervellach, erklärt einiges zur Partnerstadt Freising, fährt am Atelier der „Aktrice“ und besonders an den Kunstwände rund um und in Obervellach vorbei. Haltestelle Nr. 6 ist ein besonderes Mölltaler Geheimtipp: die Groppenstinerschlucht mit der Burg Groppenstein.

Regelbetrieb 2027

Das neue Angebot soll einen niederschwelligen Zugang zur Region ermöglichen, Mobilität und Kulturvermittlung zugleich sein. „Es wird intensiv daran gearbeitet, sodass wir im Sommer einen Probebetrieb starten könne“, betont Lesnik. Noch in Ausarbeitung sind die Touren nach Flattach und Reißeck. Auch der Mallnitzer Advent soll bedient werden. In Obervellach wird der Lindwurm Express vorerst zwei Mal pro Woche fahren, einen Regelbetrieb soll es dann im kommenden Jahr geben.

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