Seit Silvester wurden die Tagesgrenzwerte für PM10-Feinstaub bei der Messstelle Amlacher Kreuzung in bereits an vier Tagen überschritten.
Seit Jahresbeginn sind die Feinstaub-Werte in Lienz hoch. An der Messstelle Amlacher Kreuzung werden seit der Silvesternacht erhöhte PM10-Feinstaubwerte angezeigt, die Tages-Grenzwerte wurden bis einschließlich 6. Jänner bereits an vier Tagen überschritten, das zeigen die Daten des Umwelt-Bundesamtes.
Jahresbilanz 2025: WHO-Empfehlungen nicht eingehalten
Im gesamten Jahr 2025 wurde der laut EU-Richtlinie festgelegte Tagesmittelwert in Lienz an insgesamt 9 Tagen überschritten, erlaubt sind maximal 35 Überschreitungstage. Die aktuell noch geltenden EU-Grenzwerte werden damit zwar eingehalten, nicht aber die empfohlenen Richtwerte der WHO, der Weltgesundheitsorganisation.
Strengere Grenzwerte ab 2030
Ab 2030 werden auch die EU-Vorgaben für Luft-Schadstoffe deutlich gesenkt. Vor allem beim PM-2,5-Feinstaub würden die derzeitigen Werte in Lienz den künftigen Rahmen sprengen. Diese noch kleineren Feinstaub-Partikel gelten als besonders bedenklich für die Gesundheit der Atemwege.
Die kalte, trockene Wetterlage, das Salz auf den Straßen und die Emissionen von Verkehr und Kamin-Heizungen tragen derzeit zu den schlechten Luftwerten bei. Erst ab Freitag werden leichte Niederschläge erwartet, die dann eine spürbare Verbesserung bewirken dürften.
Hier geht's zu den Daten des Umwelt-Bundesamtes
Ich verstehe, dass ein Winter im Verkehrsdienst nicht einfach ist, aber warum kann man nicht wieder einen Schritt zurück gehen und den Autofahrern die Selbstverantwortung lassen, die sie im Winter einfach an den Tag legen müssen? Liegt Schnee, kann ich halt nicht mit 80km/h durch die Gegend fahren, sondern vielleicht mal nur mit 40 oder 30....
Seit Beginn der 2000er Jahre haben das Fernheizwerk Lienz und Maßnahmen des städtischen Umweltamtes ("Feinstaub-Kleber") zu einer Verbesserung der Luftqualität geführt. Diese hängt vor allem auch im Inversionswetterlagen zusammen.