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12. Juni 2026

Dolomitenradrund­fahrt: Der Favoritencheck

Die Dolomitenradrundfahrt und der SuperGiroDolomiti stehen vor der Tür. Ist gegen Vorjahressieger Rene Pammer ein Kraut gewachsen? Das Teilnehmerfeld ist so gut wie nie.

Das Siegerpodium des Vorjahres: Jan Kattanek, Rene Pammer und Simon Schupfer. Foto: Expa/Groder

Die Dolomitenradrundfahrt ist in der heimischen Szene Kult. Ja, sie ist die inoffizielle „Osttiroler Meisterschaft“ im Amateurradsport. Der letzte Osttiroler, der sie gewinnen konnte, heißt Simon Schupfer. Er holte sich im Jahr 2019 vor dem mehrmaligen Tour de France-Teilnehmer Johnny Hoogerland aus Holland und dem dolomite.bike-Chef Patric Plankensteiner den Sieg.

Ein Jahr später, 2020, fiel das Rennen der Pandemie zum Opfer. Die Sieger seitdem:
2021: Johnny Hoogerland
2022: Max Kuen
2023: Jan Kattanek
2024: Max Kuen
2025: Rene Pammer

Immerhin: Kattanek (Sport Auer Racing Team) im Jahr 2013 und Pammer (Squadra Benetton) im Jahr 2025 gingen für Osttiroler Teams an den Start. Und: Alle diese Namen dürften auch heuer wieder eine Rolle spielen. Favorit Nummer eins ist Rene Pammer. Er sprengte im Vorjahr schon am Gailberg das Feld – und kam mit sieben Minuten Vorsprung auf das dolomite.bike-Trio Kattanek-Schupfer-Webhofer ins Ziel. Pammer geht auch heuer wieder für die Benetton-Mannschaft von Philipp Nussbaumer an den Start – und nimmt Christian Oberngruber mit. Das oberösterreichische Duo zählt zu den stärksten Amateurfahrern des Landes und siegte im Vorjahr bei der Tour Transalp.

Ein Team, das nach dem Vorjahresergebnis heiß auf dem Sieg sein dürfte, ist dolomite.bike. Die Equipe von Patric Plankensteiner dürfte vor allem in der Breite am besten aufgestellt sein. Zum einen wäre da das Osttiroler Duo Simon Schupfer und Daniel Webhofer. Speziell der Strassener zeigte zuletzt mit starken Leistungen auf, etwa mit Platz vier beim Glocknerkönig. Ebenso wieder mit dabei: Jan Kattanek und Paul Verbnjak. Und er dürfte wohl die heißeste Aktie bei dolomite.bike sein. Der Red Bull-Athlet ist professioneller Skibergsteiger und landete im Weltcup 2025/26 auf Platz zwei – hinter dem Schweizer Superstar Remi Bonnet. Auf dem Rad zeigte Verbnjak heuer auch schon auf: Beim Everesting am Dobratsch holte er hinter dem Kanadier Jack Burke Platz zwei. Und: Auch Plankensteiner steht heuer mit guter Form an der Startlinie. Im Training fuhr er die Strecke schon mit Alban Lakata in unter drei Stunden ab. 

Kommen wir zu jener Mannschaft, die auf dem Papier wohl am meisten Qualität mitbringt: RH77 Factory Racing. Für das Team von Rene Haselbacher gehen mit Max Kuen, Johnny Hoogerland und Matthias Reutimann drei Ex-Profis an den Start. Letzterer kommt aus der Schweiz – und wurde im Vorjahr Dritter beim Ötztaler Radmarathon. Und dann wäre da noch Anton Erlbacher: Er ist amtierender Amateur-Staatsmeister.

Zu den Frauen: Ganz vorne ist heuer wohl mit Eva Schien und Corina Pichler zu rechnen.

SuperGiroDolomiti

Etwas vorhersehbarer dürfte die Situation bei der langen Variante sein. Vorne mitmischen wird wohl der Sieger des Ötztaler Radmarathon 2025, Daniel Federspiel. Mit Alban Lakata (Bulls) dürfte auch ein Osttiroler ganz gute Karten haben. Er wurde im Vorjahr schon Zweiter – und zählt bei langen, schweren Rennen immer zum Favoritenkreis. Fraglich ist, ob Vorjahressieger Jack Burke kommt. Er hatte kürzlich einen Unfall.

Zum erweiterten Favoritenkreis muss man sicher auch den Telfer Philipp Handl (Edelsten Racing) zählen. Er sorgte schon im Vorjahr für Tempoverschärfungen – und siegte mehrmals beim Race Across The Alps in Nauders. Mit Miguel Brugger (Infinity Cycling) steht ein weiterer starker Fahrer aus Nordtirol am Start: Er fuhr kürzlich im Training zehnmal in Folge auf das Haiminger Sattele (10.000 hm). Und dann wäre noch das deutsche Velolease-Team: Die Truppe rund um Andre Reinlein und Flo Christ kommt heuer mit einem aufstrebenden Sportler in der Szene nach Osttirol, nämlich Quirin Raubinger – er landete kürzlich beim Glocknerkönig in den Top-10. Aus Osttiroler Sicht darf man zudem ein Auge auf Sandro Steiner (Probike) werfen – er zeigte im Vorjahr beim Ötztaler Radmarathon auf.

Detail am Rande: Die lange Runde über den Zoncolan nimmt auch Radsport-Urgestein Heli Wechselberger in Angriff. Er absolvierte heute noch die letzte Trainingsfahrt mit Othmar Peer, der am Sonntag mit Marco Tscharnig die Moderation übernimmt.

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