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03. Juni 2026

Fühlt sich die Lienzer ÖVP in der Opposition wohl?

Vize-Bürgermeister Alexander Kröll und Stadtparteiobmann Christian Steininger (beide ÖVP) im Doppelinterview. Das Duo erklärt, was es anders als Bgm. Elisabeth Blanik machen würden.

Alexander Kröll und Christian Steininger wollen mitgestalten. Foto: Michael Egger

Die ÖVP ist in Lienz seit 15 Jahren in Opposition. Fühlen Sie sich in dieser Rolle wohl?
Kröll: Nein.
Steininger: In unserer DNA liegt es zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Das sieht man auch in unserer Arbeit in den Ausschüssen: Wir bringen Ideen ein, sind fleißig und bemühen uns. Wir denken auch nie daran, irgendjemandem Stolpersteine einzubauen.

Sehen Sie sich überhaupt als Opposition?
Steininger: Wir sehen uns als Teil der Verantwortlichen und als Teil der Gestaltenden. 

Kommen wir zu den Themen: Was würden Sie als Bürgermeister aktuell anders machen würden als Elisabeth Blanik.
Steininger: Wir erleben, dass sich in den letzten 15 Jahren niemand um das Thema Verkehr gekümmert hat
Kröll: Und es braucht Lösungen beim Thema Wohnen.

Was hätte die ÖVP beim Verkehr gemacht?
Steininger: Es gibt kein Bemühen, den Verkehr zu verflüssigen. Also: Hinterfragen wir die Ampeln? Wie schaut es mit Kreisverkehren aus, wie mit einer Nord-Süd-Verbindung?

Eine Nord-Süd-Verbindung, die nicht über die B100 geht? 
Steininger: Unter Stephan Tagger hat es dahingehend eine Vision gegeben – das ist aber 15 Jahre lang her. 
Kröll: Und es gab Konzepte, an den Stadteingängen Parkraum zu errichten. Die Leute kommen dann mit hochfrequentierten Zubringern herein, und es gibt Radboxen.

Das zweite Thema, das Sie angehen wollen, ist Wohnen. Warum – und wie? 
Kröll: Der gesamte Bezirk schrumpft, der Talboden wächst. Vor allem die Umlandgemeinden wachsen. Wer dort wohnt, muss zwangsläufig durch die Stadt – zum Einkaufen oder Arbeiten. Das erzeugt wiederum Verkehr.

Das gesamte Interview lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe. Es geht um die Themen Hauptplatz, Stadtsaal, Hochstein, Direktzug und Gemeinderatswahl 2028.

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