Lukas Mair (26) aus Lienz lebt seine Homosexualität offen aus. Anlässlich des Pride Month sprechen wir mit ihm über Akzeptanz und Vorurteile. Der Osttiroler lässt sich jedoch nicht beirren – und arbeitet an seinem eigenen Modelabel.
„Gigantisch“. So beschreibt Lukas Mair seine Eindrücke, die er von der Regenbogenparade in Wien mit nach Osttirol nahm. Er reiste Mitte Juni zum ersten Mal zur Pride in die Bundeshauptstadt – und ist nach wie vor begeistert. „Man hat alles gesehen – und es gibt keine Diskriminierung.“ Mair wuchs auf einem Bauernhof in Nikolsdorf auf und lebt mittlerweile in Lienz. Man kennt ihn in der Stadt. Schließlich arbeitete er bis vor kurzem in der Gastronomie. Er fing als Koch an, war zuletzt im Service tätig – und hilft in der Vinothek noch immer als Kellner in der Nachtgastronomie aus. Meistens arbeitete er in Osttirol, allerdings zog es ihn zwischendurch auch nach Obertauern und Velden. Doch mittlerweile kehrte er der Gastronomie den Rücken und arbeitet in einem Job mit geregelten Arbeitszeiten. „Das ist gut, um ein geordnetes Leben aufzubauen“, sagt uns Mair.
Ignorieren
Er ist 26 Jahre alt, geoutet hat er sich vor rund zehn Jahren. Und Mair hatte es nicht immer einfach – er erlebte auch Diskriminierung in Osttirol: „Leider zu oft.“ Auch in der Gastronomie musste der junge Mann oft mit blöden Sprüchen leben: „Gäste sagten zu mir, dass sie von sowas nicht bedient werden möchten.“ Wie geht man mit solchen Situationen um? Mair entwickelte über die Jahre eine Elefantenhaut. Mit blöden Kommentaren in der Gastro ging er so um: „Ignorieren oder rausschicken.“
Das gesamte Porträt finden Sie in der aktuellen Print-Ausgabe.
Kenne einige homosexuelle Menschen, alles nette, freundliche und zuvorkommende Menschen, sogar zu mir, der ich nicht schwul bin. 😘
Aber man sieht auch wieder, wie verbohrt und unreflektiert so mancher Gast wohl sein muss, wenn man glaubt, über den Dingen zu stehen und sich nicht bedienen zu lassen. Der bekommt von mir sofort Lokalverbot, solche Gäste braucht niemand!
Ewig gestriges Denken, als ob man sich seine Neigungen aussuchen würde. Man will ja gar nicht wissen, was die ach so korrekten Gutbürger hinter verschlossenen Türen so treiben, also denkt ihr Ignoranten mal darüber nach, bevor ihr andere grundlos diskriminiert!!!