Die Zahl der Wolfsnachweise ist 2025 stark gestiegen, einen Schwerpunkt gebe es laut Landesinformation im Bezirk Lienz.
In Tirol sind 2025 deutlich mehr große Beutegreifer nachgewiesen worden. Einen klaren Schwerpunkt gab es in Osttirol teilt das Land in einer Aussendung mit.
Insgesamt wurden sechs Wölfe abgeschossen, vier davon im Bezirk Lienz sowie jeweils einer in den Bezirken Landeck und Imst. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2024 zwei getötete Wölfe. Tirolweit wurden 86 Wolfsnachweise registriert, der Schwerpunkt lag erneut im Bezirk Lienz.
Mindestens 31 verschiedene Wolfsindividuen konnten genetisch nachgewiesen werden, das entspricht einem Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachweise stammen großteils aus genetischen Analysen von rund 150 Rissbegutachtungen. Zusätzlich wurden mehr als 140 weitere Meldungen wie Wildkameraaufnahmen, Spurenfunde und Sichtungen geprüft. Der Wolf war laut Landesinformation im vergangenen Jahr für den Großteil der Schäden an Nutztieren verantwortlich.
Insgesamt wurden denmach über 230 tote und beinahe 420 vermisste Nutztiere dem Wolf zugeordnet, vor allem Schafe, aber auch Rinder. Landwirtschaftsreferent LHStv Josef Geisler spricht sich für ein konsequentes Wolfsmanagement mit klaren rechtlichen Grundlagen aus. Verlässliche Daten und ein engmaschiges Monitoring seien laut Geisler notwendig, um rasch reagieren zu können.
Die Tiroler Landesregierung will mit einer Novelle des Jagdgesetzes das Vorgehen gegen sogenannte Schad- und Risikowölfe beschleunigen. Der Gesetzesentwurf wird diese Woche im Februar-Landtag behandelt und soll Behördenwege deutlich vereinfachen. Künftig ist für den Abschuss eines Tieres nicht mehr zwingend eine eigene Verordnung notwendig. Stattdessen prüft die Behörde den Fall direkt und informiert die berechtigten Personen unmittelbar per SMS. Damit soll rascher reagiert werden können. Landeshauptmann Anton Mattle und LHStv Josef Geisler sehen darin einen wichtigen Schritt zu schnellerem und unbürokratischerem Handeln.
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