Zwischen 4. August 2021, 16:30 Uhr und 5. August 2021, 08:00 Uhr stieß ein bisher unbekannter Fahrzeuglenker vermutlich mit einem Pkw gegen eine Mauer eines zum Schwimmbad Dölsach gehörenden Gebäudes. Dabei wurde die Mauer zum Teil 15 bis 20 cm verschoben. Im Anschluss verließ der Lenker mit seinem Fahrzeug die Unfallstelle ohne den Unfall zu melden. Um zweckdienliche Hinweise an die PI Lienz (Tel. 059133/7230) wird ersucht. Am Gebäude entstand beträchtlicher Schaden.
Ein slowenischer Bergführer stieg mit einem 60 jährigem Schweizer Gast und dessen 23 jährige Tochter am 3. August 2021 von der Kürsingerhütte auf den Großvenediger auf. Um 09:00 Uhr erreichten sie den Gipfel und stiegen gegen 09:45 wieder ab. Knapp unterhalb des Gipfels (3540 m ) suchte der Bergführer einen Weg über die Gletscherspalten. Die 23-Jährige ging am kurzen Seil hinter ihm, ihr Vater ging hinter ihr. Plötzlich brach die Frau hinter dem Bergführer auf einer Schneebrücke ein und stürzte ca. 10 m tief in die Spalte. Dabei riss sie ihren Vater mit und beide landeten auf einer Schneebrücke. Der Bergführer baute einen Sicherungstand auf. Gemeinsam mit einem vorbeikommenden Bergführer konnten Beide aus der Spalte befreit werden. Der Mann erlitt eine Verletzung am Fuß, die Tochter erlitt eine Verletzung im Bereich der Schulter. Die Verunfallten wurden von den inzwischen eingetroffenen Einsatzkräften der Bergrettung Matrei in Osttirol und Prägraten am Großvenediger, die aufgrund der Wetterverhältnisse zu Fuß aufsteigen mussten, zum Defreggerhaus gebracht. Von dort konnten sie vom NAH C7 geborgen und in das BKH Lienz gebracht werden. Im Einsatz standen 11 Kräfte der Bergrettung Matrei in Osttirol, 12 Kräfte der Bergrettung Prägraten, 2 Alpinpolizisten sowie zwei Rettungs- und der Polizeihubschrauber.
Rückfragen für Presse: AbtInsp Erwin Mariacher ? AEG Leiter Lienz
TelNr: 0664 / 810 82 96
Am 25.07.2021, um 10:30 Uhr, bestieg eine größere tschechische Urlaubergruppe an der Isel im Bereich der Einmündung Kalserbach, Gemeindegebiet Kals am Großglockner. insgesamt drei clubeigene Raftingboote aus Tschechien. Das letzte der drei Raftingboote bestiegen fünf Personen mit teilweiser Raftingerfahrung, aber keiner behördlich lizensierter Rafting Guideausbildung. Nach einer Flussfahrt von ca. 2 km wurde das Raftingboot im Bereich Kienburg, Gemeindegebiet Matrei i.O., auf einer größeren Welle umgeworfen und alle Personen aus dem Boot geschleudert. Vier der Bootsinsassen konnten sich selbständig ans Ufer retten. Der Fünfte von ihnen - ein 60-jähriger Tscheche - wurde von seinen Bekannten im Bereich des Flußkm 17,00 im bewusstlosen Zustand ans Ufer gezogen und sie alarmierten die Rettungskräfte. Die durchgeführte Reanimation durch die Rettung, Notarzt und der Besatzung des Notarzthubschraubers blieb ohne Erfolg. Der 60-Jährige verstarb noch am Unglücksort. Seine Lebensgefährtin und seine Bekannten Opfers werden vom Kriseninterventionsteam der Rettung Osttirol betreut. Die anderen Mitglieder der Urlaubergruppe blieben unverletzt.